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Durance und ihr Nebenflüsse

Frankreich für Genießer

Im Departement Hautes-Alpes im Südosten Frankreichs befinden sich mehrere für Wildwasser-Paddler interessante Bäche in unmittelbarer Entfernung. Sowohl Einsteiger als auch Könner kommen dabei auf ihre Kosten, denn beste Wasserstände sind durch das Schmelzwasser der Gletscher nahezu den ganzen Sommer über vorprogrammiert. Heinz-Georg Luxen hat sich Durance und Co. zu Gemüte geführt.

Hautes-Alpes ist ein französisches Département in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Südosten Frankreichs an der italienischen Grenze. Mit der 4.102 m hohen Barre des Écrins liegt der Gipfel des südlichsten Viertausenders der Alpen auf dem Gebiet des Départements Hautes-Alpes. Hautes-Alpes grenzt an die Départements Alpes-de-Haute-Provence, Drôme, Isère und Savoie sowie an Italien.

Schon zur Zeit der Faltbootpioniere galt Frankreich und im Besonderen der Süden des Landes als gelobtes Land des Wildwassersports – bis zum heutigen Tag hat dieses Traumziel nichts von seinem Reiz eingebüßt. Wer schwärmt nicht von Tarn, Ardèche, Durance und Co.? Gerade die Bäche im Departement Hautes-Alpes rund um die Durance bieten eine schier unerschöpfliche Anzahl befahrbarer Bäche bzw. Teilabschnitte in allen Schwierigkeitsgraden. So ist es nicht verwunderlich, wenn es Jahr für Jahr viele Paddler in diese Region zieht. Alles in allem ein wunderschönes Revier, das man immer wieder gern aufsucht, um sich auf den allseits bekannten Bächen, gepaart mit dem typisch französischen Flair, auszutoben. Hat man nun noch Glück und erwischt einige Teilstücke, die man seit Jahren nur im trockenen Zustand kennt, mit brauchbaren Wasserständen und verschiedene Bäche besonders gut eingeschenkt, dann wird aus dem üblichen Wildwasserurlaub schnell ein Frankreichtrip für Genießer!

Die große Schlucht der Durance

Üblicherweise starten wir unsere Frankreichwoche mit einer Befahrung der Guisane. Hier ist uns besonders die »Waldschlucht « zwischen Saint Chaffrey und Briançon ans Herz gewachsen. Je nach Wasserstand (hier gilt tatsächlich: je mehr, je besser!) erlebt man einen superschnellen Ritt, der allerdings ein gewisses Reaktionsvermögen, gerade im Hinblick auf eventuelle Baumhindernisse, voraussetzt.

Doch dieses Mal kommt alles anders als geplant. Der übliche Blick in das ansonsten zumeist trockene Flussbett unterhalb des Wehrs von Prelles lässt unser Stimmungsbarometer in die Höhe schnellen. Mindestens fünfzehn Kubikmeter pro Sekunde des schon lang ersehnten Nasses, wenn nicht noch ein Tick mehr, rauschen Richtung »Gorges de la Durance «. Welch ein Glück, was für ein Tag! Schon lange steht dieses Schmankerl auf unserem Frankreich-Speiseplan, doch bisher hat uns noch immer der unzureichende Wasserstand einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also, wenn nicht heute, wann dann! Die Waldschlucht kann und muss warten.

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Durance: Fournel– Embrun, ca. 30 km (kürzere Strecken möglich) WW II (III); Prelles– Mündung Fournel (Große Schlucht), ca. 12 km, WW III+– IV (IV+/X)

Guisanne: St. Chaffrey–Briancon (Waldschlucht), ca. 4 km, WW III – IV

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KURZ-INFOS

Befahrungszeitraum: Mai bis Juli Unterkunft: diverse Campingplätze im Durancetal. Wer es »partymäßig« mag, für den bietet sich der Platz an der Durancewalze bei der Rabioux-Mündung an. Ruhiger geht es z.B. auf dem Campingplatz »La Vielle Ferme« in Embrun zu.

Outdooraktivitäten: Rennrad (Tour de France Region!), MTB, Wandern, Klettern, Gleitschirmfliegen, Wind- und Kitesurfen am Durancestausee

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in der Ausgabe 3/2010 des kajak-Magazins. 

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