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Paddeln auf dem Sylvensteinspeicher

Eine Bergtour mit dem Kajak

Unter den deutschen Alpenseen befinden sich auch Stauseen, die eine Befahrung mit dem Kajak lohnen. Björn Nehrhoff von Holderberg hat sich dieses Mal den Sylvensteinspeicher in den Bayerischen Alpen näher angeschaut und wunderbare Paddelimpressionen mitgebracht.

Bei hohen Wasserständen schmiegt sich der Sylvensteinspeicher in die spektakuläre Landschaft des Karwendelgebirges, fast so, als wäre er ein natürliches, von den Gletschern der Eiszeit zurückgelassenes Relikt, das sich mit Wasser gefüllt hat. Der Reiz einer kleinen Spritztour auf dem Stausee hängt wie bei allen anderen Stauseen auch durchaus vom Wasserstand ab, denn ist wenig Wasser im Becken, verliert er seine natürliche Anmutung. Der von Isar, Walchen und Dürrach gespeiste See bildet drei Arme aus, von denen jeder für uns Wassersportler auf seine eigene Weise interessant ist. Am schönsten sind die jeweiligen Enden, wobei die Mündung der Isar mit ihrem breiten Delta aus Kiesinseln und Sandbänken eine herausragende Stellung einnimmt.

Wer den eher ruhigen See zur Gänze umrunden möchte, der kommt auf etwa 16 Paddelkilometer. Die Wasserqualität ist durchweg gut und die Sichttiefen erreichen rund fünf Meter. Trotz des Verkehrs, der über die spektakuläre Stelzen-Brücke inmitten des Sees führt, kann man auch ruhige Plätze finden. An seiner breitesten Stelle misst das Gewässer etwa 700 Meter, ist im Durchschnitt aber schmaler. Daher sind die Winde nicht ganz so ausgeprägt wie an größeren und breiteren See, was zu deutlich weniger Wellenbildung führt. Optimal also für eine Paddeltour. Bei durchziehenden Tiefdruckgebieten oder aufkommenden Fönwinden kann dies aber schnell anders aussehen.

Text/Bilder: Björn Nehrhoff von Holderberg

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 02/2018.

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