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Zemm und Ziller

Wildwasser im Zillertal für zwischendurch

Es soll Paddler geben, die eigentlich nur ein Ziel haben: Das ganze Alphabet im Fahrtenbuch zu verewigen, sprich Flüsse mit allen Anfangsbuchstaben von A bis Z gepaddelt zu sein. Abgesehen von den Problemfällen Q, X und Y erweist sich dabei in vielen Gebieten auch das Z als schwierige Mission. Nicht so im Zillertal, wo mit Zemm und Ziller gleich zwei Kandidaten auf Buchstabenfetischisten warten. Doch lohnt sich ein Besuch auch für Wildwasser-Normalos? Matthias Breuel hat einen Abstecher riskiert und berichtet vom weißen Flecken der Tiroler Wildwasserlandkarte.

Von den Lechtaler Alpen imWesten bis hin zum Wilden Kaiser im Osten finden sich in fast allen Regionen Tirols mehr oder weniger bekannte Wildwasserstrecken. Einer der wenigen großen weißen Flecken auf der Landkarte der meisten Wildwasserpaddler ist ausgerechnet das Zillertal, das immerhin schon die Bezeichnung »Das aktivste Tal der Welt« verpasst bekam. Doch wieso kennt kaum ein Paddler dieses Tal – im Winter immerhin eine der beliebtesten und größten Skiarenen der Ostalpen – persönlich aus der Bootsperspektive?

Die Antwort ist einfach und traurig zugleich: Es gibt im Zillertal, diesem Mekka der alpinen Tourismusindustrie, für Normalpaddler nicht viel zu holen. Daran ist zwar einerseits die Energiewirtschaft mit ihren Stauseen und Wasserableitungen schuld, andererseits aber auch ganz banal die Topographie mit einem breiten, sehr flachen Haupttal und meist sehr steilen und engen Seitentälern. Da gibt es von Natur aus weniger Potential für mittelschweres bis sportliches Wildwasser als zum Beispiel im Ötztal.

Text/Bilder: Matthias Breuel

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 01/2018.

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